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DAYBREAKERS


Regie: Michael und Peter Spierig
Darsteller: Ethan Hawke, Sam Neil, Willem Dafoe
Studio: Lionsgate Films

In einer nahen Zukunft beherrschen Vampire die uns bekannte Welt. Die Menschen werden domestiziert und dienen der dominanten Rasse sowohl als Blutlieferant wie auch als Versuchkaninchen um einen passenden Blutersatz zu finden. Die weltweiten Blutvorräte sind nahezu erschöpft, daher engagiert sich ein Wissenschaftler, verkörpert von Ethan Hawke [BEFORE SUNRISE] bei dieser Forschungsarbeit und stößt auf unerwarteten Widerstand bei seinem Firmenleiter[Sam Neil aus EVENT HORIZON]. Durch eine im Untergrund wirkende Organisation, angeführt von Willem Dafoe, werden ihm im wahrsten Sinne des Wortes die Augen geöffnet.

The Truth is like the Sun, you can only hide it for a while... [Zitat]

Mit DAYBREAKERS [→Trailer] inszenieren die Geschwister Spierig nach dem trashigen Debüt UNDEAD ihren ersten Big-Budget Film. Der Film geht dabei eine angenehme Gratwanderung zwischen Film-Noir, Endzeitfilm und gestyltem Actionfilm. Genaugenommen handelt es sich bei dem australischen Werk um einen B-Film im Gewand eines teuren, hervorragend gemachtem Blockbusters. Sam Neil in der Rolle des sinistren Oberhauptes überzeugt, ebenso wie Ethan Hawke als moralisch zwiegespaltenen Wissenschaftler. Willem Dafoe rundet dann schliesslich als Untergrundkämpfer die gelungene Besetzung ab.

METROPOLIS trifft auf BLADE

Der große Pluspunkt dieses Filmes ist die Atmosphäre, es fühlt sich an als ob Fritz Langs METROPOLIS eine Neuauflage erfahren hätte. Sicherlich bedient sich DAYBREAKERS bei vielen Genres, aber dennoch erzeugt der Film durch seine ungewöhnlich düstere und glaubwürdige dystopische Darstellung der Vampirgesellschaft. Hier gibt es keinen insektenartigen Nosferatu oder finstren Dracula, diese Vampire tragen Anzüge und haben andere Waffen: Hier wird mit strukturellen Waffen gekämpft.

Der Mensch als Nutzvieh

Leider verspielt man hier seine Möglichkeiten, das Ende geht einfach zu schnell und etwas zu einfach. DAYBREAKERS hätte durchaus die Qualitäten gehabt durch etwaige Sequels weiter in die Tiefe zu gehen, aber die hier abgespulten 90 Minuten vergehen einfach zu schnell. Positiv gesehen entsteht kein Anflug von Langeweile, aber auf der anderen Seite ist es schade, denn wir hätten gerne mehr von der vampiresken Gesellschaft und den darin verflechteten Verschwörungen erfahren. Glücklicherweise funktioniert der Film trotzdem durch einige kleine Details und Anspielungen am Rande [z.B. wie aberwitzig ein Starbucks in solch einer Welt aussehen könnte oder die "Hunt the Humans" Poster im Hintergrund]. Eigentlich ist es ein Kompliment an einen Film, wenn man behauptet er sei zu schnell vorbeigegangen, dennoch ist es im Fall von DAYBREAKER sehr schade, denn hier wäre mehr möglich gewesen.


Verdiente 8/10 blutarmen Latte Macchiatos

Kommentare:

  1. Das entspricht in etwa meinen Erwartungen. Den Trailer fand ich sehr interessant und der Film scheint die dort aufgebaute Atmosphäre ja durchaus halten zu können. Nach den ganzen Kuschelvampiren wird es auch Zeit, dass dem Thema mal wieder auf eine andere Weise begegnet wird

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  2. richtig, nach den weichsgespülten twilight-vampiren wird es wieder zeit, dass das genre einen düsteren vertreter bekommt.

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  3. ich muss sagen, dass mich DAYBREAKERS sehr enttäuscht hat, da trotz des großen potentials letztlich nur ein banales shootout mit allen möglichen unplausiblen und sehr klischeehaften szenen geboten wird.

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