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Indiziert und Beschlagnahmt!


Dieser Post musste aufgrund des Jugendschutzes leider entfernt werden.

THE MESSENGER


Regie: Oren Moverman
Darsteller: Woody Harrelson, Ben Foster, Jena Malone, Steve Buscemi, Eamonn Walker
Buch: Oren Moverman

Eine Todesnachricht zu überbringen fordert einerseits sehr viel Courage, setzt aber auch eine gewisse Härte bzw. Abgebrühtheit vorraus. In THE MESSENGER wird schmerzhaft bewusst, dass es härtere Schlachten zu schlagen gibt, abseits von den Kriegsschauplätzen dieser Welt. Staff Sergeant Will Montgomery [Ben Foster] und Captain Tony Stone [Woody Harrelson] haben dieses schwere Kreuz zu tragen und überbringen die Nachricht von gefallenen Soldaten an ihre Anghörigen.

Ein Job, der getan werden muss.

Oft werden mehrere Todesnachrichten an einem Tag überbracht, etwas schmerzhaftes verkommt zur Routine, berührt aber dennoch jedes Mal aufs neue. In diesem Film schwingt sehr viel mit, die ständige Frage nach der Sinnlosigkeit des Kriegs und was in einem Menschen vorgeht, der von solch einem gigantischen Verlust betroffen ist. In THE MESSENGER kämpft Jeder mit seinem eigenen Schicksal. Woody Harrelson spielt ganz nebenbei die Rolle seines Lebens, Ben Foster überzeugt mit einer gewaltigen aggressiven Präsenz und der überraschende Auftritt von Steve Buscemi in einer tollen Nebenrolle heben den Film auf ein sehr hohes schauspielerisches Niveau. Regisseur Oren Moverman glänzt mit seinem ersten Film durch einen hohen Grad an Realismus was leider abseits der Öffentlichkeit geschieht, denn THE MESSENGER war/ist ein großer Flop und ging auch hierzulande in den Kinos völlig unter. Zumindest im Heimkino sollte man diesen großartigen Film nicht verpassen. Ein sehr realistischer, ungeschönter Blick auf die Trümmer die der Krieg hinterlässt.


9/10 trockengelegten Captains

WHIP IT


Regie: Drew Barrymore
Darsteller: Ellen Paige, Juliette Lewis, Zoe Bell, Anrew Wilson, Marcia Gay Harden
Buch: Shauna Cross

Girlie Power! So etwas geht [eigentlich] gar nicht? Falsch gedacht! Ausgerechnet in ihrer ersten Regiearbeit überzeugt Drew Barrymore mit einem spassigen, kraftvollen Frauenpower-Film, der zumindest auf der Unterhaltungsebene glänzend funktioniert. Die brave, dennoch rebellierende Juno-Actrice Ellen Paige [AN AMERICAN CRIME] setzt sich gegen den Kopf ihrer konservativen Mutter [toll: Marcia Gay Harden] durch und schummelt sich mit einer leichten Altersmodifikation in eine weibliche Rollerderby-Mannschaft, in der mit sehr harten Bandagen gekämpft wird. Mit einer hochkarätigen Besetzung, bestehend aus Juliette Lewis [FROM DUSK TILL DAWN], Zoe Bell [DEATH PROOF] und nicht zuletzt Drew Barrymoore [E.T.] selbst, sorgt WHIP IT für reine Unterhaltung, verpackt mit einem mitsummbaren Indie-Rock Soundtrack. Besonders Andrew Wilson als bärtiger Trainer unter den fletschenden Roller-Hyänen sorgt für mehr als nur ein launiges Schmunzeln.

Auf die Plätze... fertig... los!

Sehr tiefsinnig wird der Film zwar nicht, aber dennoch kann die Bestsellerverfilmung des Romanes "Derby Girl" von Shauna Cross durchweg fesseln, was hauptsächlich an der guten Besetzung liegt. Filmisch überrascht WHIPT IT einerseits mit einer Hand voll wuchtigen Rollschuh-Actionsequenzen aber auch durch feinfühlige, ruhige Momente. Wer hätte gedacht, dass Frau Barrymore hinter der Kamera besser aufgehoben ist, als in prätentiösem Actionmist a la CHARLIES ANGELS?! WHIP IT lohnt sich: Eine sympathische kleine Ode an die jugendliche Unabhängigkeit.


7/10 Blauen Flecken